Blog-Artikel von Yoyo82

    Nur langsam dringt ein lautes immer drängenderes Geräusch zu Lara durch.


    Sie blinzelt und sieht Viktor mit Pavel im Arm. Pavel lässt sich nicht beruhigen. Er ist schon ein wenig rot im Gesicht vom Weinen.


    Ein liebevolles Lächeln breitet sich auf Laras Gesicht aus.


    Hilflos schielt Viktor zu Lara herüber. Als er bemerkt das sie langsam wach wird trägt er Pavel zu ihr ans Bett.


    Augenblicklich, als das Baby in Laras Armen liegt, ist das Geschrei verstummt. Es ist einem zufriedenen Schmatzen gewichen.


    Zärtlich streicht Lara dem kleinen Jungen, während er an der Brust trinkt, über den zarten Haarpflaum am Kopf.


    Viktor beugt sich vorsichtig herunter



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    und gibt Lara und dem Baby jeweils einen Kuss auf Stirn und Kopf.


    Lara lächelt Viktor zufrieden an. Schöner könnte der Tag für Lara niemals beginnen.


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    Lara öffnet ihre Augen und schaut sich schlaftrunken um. Was ist das für ein Geräusch?



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    Verschwommen

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    Schnell lief sie über das Feld an den Heuballen vorbei. Ihre braunen Zöpfe wehten im Wind. Sie musste sich beeilen. Sie wollte in Sicherheit sein, versteckt sein, bevor die Sonne hinter dem Berg verschwunden ist. Bevor es zu dunkel wurde. Es war nachts sehr dunkel.

    Ganz anders als in der Großstadt. Ganz anders als in Deutschland.

    Hier war sie frei. Hier konnte man auch viel freier Atmen. Weiter schauen.

    Sie wollte nicht zurück.

    Man hatte es ihr versprochen.

    Alles blöde Lügner. Scheiß Erwachsene.

    Tränen liefen über ihre Wangen. Sie keuchte vom schnellen rennen. Die Sicht verschwamm.

    Nein, sie darf jetzt nicht schwach werden. Nicht nachlassen. Nicht straucheln. Noch schneller laufen. Dann hat sie es gleich geschafft.

    Es waren vielleicht noch 300m.


    So etwas durfte ihr nicht passieren.


    Dann fiel ein Schuss. – Stille.


    Sie hatte sich ins Gras geschmissen. Erschrocken. Die Knie dabei aufgeschürft, blutend, lag sie da. Tränen liefen, aber sie machte keinen Mucks mehr. Nur nicht

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    Was bleibt?


    Was ist?


    Was war?


    Warum?


    Wozu?


    Wohin?


    Mein Herz nun gebrochen.


    Ich hätte dir alles versprochen.


    So vieles wollte ich dir noch sagen.


    Ich hatte noch so viele Fragen.


    Hast du auch so wie ich gefühlt?


    Warst du auch so aufgewühlt?


    Mein Herz schlägt nur für dich.


    Alles schwarz, ich verliere mich.


    Bin heut´ Nacht dann ertrunken.


    Bin in Gedanken an dich völlig versunken.


    Ein letzte Stunde wünschte ich mir mit dir.


    Ich sage jetzt und hier, es war wirklich ein wir.


    Wenn auch nie ausgesprochen.


    Ich hoffe du hörtest mein Herz für dich pochen.


    Unter Tränen schreibe ich dir diese Zeilen.


    Wo sind deine Arme um darin zu verweilen.


    Wieder verloren im Nichts der Unendlichkeit.


    Ich liebe dich.


    Lara

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