Blog-Artikel von Vatlath

    3 Stunden Später

    Tag 4202, Tisy Military Recruitment and Research Center


    Es war Mitternacht.

    Das Heulen der Wölfe hallte selbst in diesem Komplex durch den Aufzugschacht wieder.

    Der Aufstieg gestaltete sich abermals schwierig. Die Leiter des Aufzugschachtes war gebrochen und ein Sturz würde sicherlich tödlich enden. Wenn nicht der schweren Eisenstangen wegen, welche sich wie Speere einer Phalanx gen Himmel streckten, dann der Schar an Untoten, welche immer noch laut wehklagend dort unten hungerten. Im Stock über ihm, sah es nicht besser aus. Immer wieder hörte er das Fauchen der Untoten. Es klang beinahe so, als würden sie sich schon gegenseitig vor Hunger an die Kehlen gehen.


    Stepan hatte sich einige Stunden ausgeruht und rüstete sich wieder zum Aufbruch. Er prüfte die reparierten Stellen seines Anzugs und schraubte seiner wieder aufgesetzten Atemschutzmaske einen neuen Filter an. Er ging den Korridor zum Treppenhaus, stemmte die Tür auf und spähte beide Richtungen aus. Die

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    Tag 4201, Tisy Military Recruitment and Research Center


    Die Kalasch im Anschlag. Ummantelt im ABC-Anzug und mit Gasmaske ausgestattet, bahnte man sich durch den grünen Dunst. Sechs Stunden dauerte der Marsch durch die Berge, Wälder und Städte in den Norden. Alles verlief wie geplant, bisher. Die Streuner waren ruhig, die Nacht macht sie genauso blind wie manch anderen Stalker. Und Wölfe waren bei weitem wohl mit besseren beschäftigt, als jemanden wie Ihm an den Hacken zu kleben.


    Warum mach ich das eigentlich.. Dachte er sich oft genug, während er sich ruhig fortbewegte und den schmalen Kegel der Gewehrlampe durch die grüne Dunstsuppe bei Nacht schneiden lies. Schlurfende Schritte schrubbten links und rechts in der Dunkelheit umher und jenen entwichen inmitten der Nachtgeräusche das ein oder andere Stöhnen. Von Zelt zu Zelt schlich man sich vorran. Sicherte sich einen Pfad mit Messer und Geschick. Einem auftauchenden Schleicher folgte ein gezielter Messerstoß in

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    5°° Uhr Morgens, Ablösung des Ostwachpostens der Station Polyanaskaja


    Alexej schritt gemütlichen Schrittes durch die anhaltende Nacht. Die kalte Morgenluft in seinen Lungen konnte die Müdigkeit nicht aus seinen Augen treiben. Er gähnte beherzt und zog den Mantel enger. Seit Tagen war nichts passiert, Keine Umherziehenden, keine Infizierten. Der alltägliche Ablauf wurde routiniert und einseitig. Gar Langweilig. Öde.. es kotzte ihn beinahe schon an.

    Der Kies unter seinen Stiefeln knirschte angenehm, die Nacht um sich herum noch in anhaltender Finsternis verschluckte die Bahngleise, die Straße, die Bäume. Nur ein schmaler Lichtkegel seiner Taschenlampe beleuchtete eine Wegkreuzung. Nahe der Bahngleise schob sich ein großer Schatten empor. Sandsack-Barrikaden mit Holz- und Metallspeeren versehen, umrandeten ein einfaches Holzgerüst. Provisorisch gebaut. Sah aus wie ein größerer Jagdstand. Eine Messingglocke zentral an der Decke der Plattform hängend, überragte zwei entgegen

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    Tag 3905 Nach dem Ausbruch in Moskau,


    "Es Müsste nun Donnerstag sein, vielleicht auf Freitag. Keine Ahnung wieso ich das überhaupt aufschreibe.

    Weil das, was ich vorhabe, andere als Wahnsinnig beschreiben würden?

    Oder vielleicht der Wunsch das mein Bruder damit eine Spur zu mir bekommt, auch wenn es mich erwischen sollte.

    Eines Tages Würde der Tag schon kommen.


    Ich bereite mich auf ein Bissiges Unterfangen vor: Der Norden.

    Angeblich überlaufen von Freaks und Wolfgetier. Angeblich sogar den ein oder anderen Bären.

    Aber auch eine Gute Chance Vorräte zu finden die die Station braucht. Essen, Wasserfilter, Waffen, Munition.

    Und vor allem Werkzeug. Die Letzte Zange ist nicht mehr zu gebrauchen, nach dem Rohrbruch der Regenfangsysteme.

    Beim Nächsten Sturm reist es uns womöglich eine Wandseite weg, sofern wir das nicht flicken.


    Süden Westen und Osten sind Abgesucht in schier endloser Routine. Doch der Norden blieb bisher wenigen Plünderern und Stalkern offen.

    Zu Gefährlich sagte die

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