Alles oder alles

Ein Gefühl das mich Tag für Tag beschleicht, während ich damit beschäftigt bin meine Gedanken nach weiteren wilden Träumen zu ordnen.... viele beschreiben dieses Gefühl wie das festsitzen in einem Brunnen. Ein Schornstein mit glatten, feuchten Steinen an denen alle Fingernägel brechen. Dort am Grund sitzt man fest, ohne Leiter oder Seile, mit nichts weiter als seinen Kummer tränen während man darauf hofft das der nächste Regen bald aufzieht um einen aus dem Turm zu spülen.

Das einzige was dort für Abwechslung sorgt sind die kommenden und gehenden Sonnenstrahlen die durch die obere Öffnung hinein scheinen, nur um einen daran zu erinnern das man das eigentliche Leben gerade verpasst. Ich würde dieses Gefühl eher mit dem festsitzen in einer Kiste beschreiben. Man sieht nichts außer der Höllen tiefen Einsamkeit während die kalten Wände ihr bestes daran tun sich zum zusammen kauern zu zwingen. Nur gewärmt von einem Kerzenlicht, das es nicht einmal ansatzweise vermag die Dunkelheit aus der Kiste zu bannen während die einzigen Gedanken im Schädel hämmern "Oh bitte, lass mich nicht mehr frieren"


Die Luft liegt schwer um einen herum und dennoch schaffen es die Lungen kaum diese aufzunehmen als ein Augenpaar verzweifelt versucht in der Dunkelheit ein spalt Licht zu erhaschen. Man will heraus, doch jedes mal wenn man sich gegen die Seiten der Kisten stemmt hört man außerhalb, wie aus der Entfernung erklingen dumpfe Schreie, das Wimmern, betteln und röcheln das wie ein Kanonenfeuer auf die äußere Hülle der Kiste Donnert.

Man fragt sich, was nützt es mir? Wird sich überhaupt jemals was ändern? Wie lange dauert es bis ich dann doch wieder in der Kiste sitze? Selbst wenn man sich heraus winden kann, so macht die Welt einen schnell den Kopf und die Glieder sorgen schwer. Die Grenzen dieses Gefühls sind weit höher als man fliegen kann, so tief sitzend das man jeglichen weg darin verliert. Das Herz wird zu einem schwarzen vertrockneten Klumpen, die Seele völlig wund. So wünscht man sich bald wieder zurück in die Kiste, gewärmt vom Kerzenlicht darum flehen doch bitte endlich zu sterben.


Schon lange ist es ein Teil meines Lebens, mittlerweile habe ich Mittel und Wege gefunden es für eine Weile zu bannen oder von mir zu schieben. Dafür nimmt eine stätige Gleichgültigkeit den Platz ein, welche mir hilft das was ich vor habe zu bewältigen. Auch wenn sich die Schlinge bei meinen Vorhaben immer enger zieht. Jetzt heißt es alles oder alles, weil es für einen der in extremen lebt keine leichten Wege gibt und wird erst der erste Feind erschossen dann ist Rückzug ausgeschlossen.

Kommentare 1

  • ich mag deine Geschichten ^^ ich find irgendwie so viele Elemente aus Samsas Traum darin wieder...und "Alles oder alles" ist nen verdammt cooles lied :) Schreib weiter so, es macht riesig Laune zu lesen :)