Die Zärtlichkeit der Verdammten teil 3 Abschied ohne Worte.

Lilith folge nur dem eigenen Füßen auch wenn Zweifel an ihr zehrten. Sie war nie ein Teil einer Herde, der sie sich anschloss, folgte, irrte, damit dass sie gehütet werde. Sie traute nur den eignen Händen, wenn sie ernten, pflügten, säen. Nie senkte sie ihre Lider, auch wenn sie der Anblick blendete. Ihre Blicke erahnten vieles das ich nie erraten mochte.

An einem Tag als der Nebel sich wie aus Seide auf die Felder legte, anmutig und fürsorglich. Als feuchte Laub voller Silbertropfen funkelte, als wäre es Wolkentau und Sternenstaub. Bis zu diesem Tag lebte ich im Ursprung der Schatten und hielt dort für jemanden wie sie die Wacht. In ihren Händen schlief meine Hoffnung, auf ihren Schultern ruhte meine Welt. Während zu meinen Füßen der Abgrund wollte dass das Glück in ihm zerschellt. Ich trotze an diesen Tag der größten meiner Ängste, für mich stand die Zukunft auf dem Spiel. Da hatte ich für die Schönheit des Lebens zur Ehre ihr endlich einen Antrag gemacht.


"Ein Leben lang verbarg ich jeden Funken Liebe tief in mir und das Versteck, das zeig ich niemand anderem als dir. Ich hatte sie aufbewahrt für diesen einen einzigen Moment, In dem das Feuer sich entfacht, in dem es mich für dich Verbrennt. All die Jahre, um dich zu finden, um in Sekunden den Tod zu überwinden. All die Wege, um dich zu sehen. Um vor der Wahrheit, der Unschuld zu bestehen.

Für dein Leben gehe ich durch Feuer. Für dein Lachen teile ich das Meer, denn nur dein Atem bannt meine Ungeheuer, treibt mich auf der Erde hin und her. Deine Träume kennen keine Arme, deine Augen öffnen mir die Welt. Nur dein Herzschlag flüstert meinen Namen, deine Seele ist mein Himmelszelt."


Auch heute noch bist du über mir und drehst deine Runden. Wie ein Engel der über meine Wege wacht. Du bleibst für mich im Gesang der Bäume, als moment der mich ergreift. Der Regen der meine Wangen streift. Du bist in des Abends Stille, der ungestüme Wellen Glanz. Deine Taten und dein Wille, geben den Sommervögeln ihren Freudentanz.

Ich suche dich in allen Worten, da wo deine Wurzeln sind. Dann finde ich dich an allen Orten, wie die Sonne und den Wind. Und eines Abends, da schenkst du mir deine Flügel. Dann begleite ich dich in das Licht. Dann werden wir durch die Wolken tanzen bis der Tag anbricht. Nur auf deinen Schwingen werde ich die Sonne sehen, nur an deiner Seite werde ich in meinen letzten morgen gehen.

Kommentare