Meine Reise in ein fremdes Land teil 6,

„Ohne jegliches Bemühen von unserer Seite und ohne sonderlich große Begeisterung von meiner schafften wir es irgendwie immer wieder, auf alle möglichen Arten von Gefahren zu stoßen. Ich habe schon selbst häufig den Verdacht gehegt, dass wir dazu verdammt waren, uns den Gefahren entgegenzustellen, ohne jemals recht verstehen zu können, aus welchem Grund. Den Söldner indes schien diese Art von Überlegungen nie zu plagen. Er nahm alle derartigen Begebenheiten mit einem Grunzen und einem schicksalsergebenen Achselzucken hin, wie sie kamen, und tat jegliche Mutmaßungen in dieser Hinsicht als müßige Philosophiererei ab. Ich aber habe lange und angestrengt über diese Angelegenheiten nachgesonnen. Denn zweifellos stolperten wir augenfällig oft über sehr große Gefahren, die man sich nur vorzustellen vermag.

All unseren Anstrengungen zum Trotz aber dennoch nicht sonderlich überraschend, gelang es uns nicht, Severograd zu erreichen, bevor der Winter hereinbrach. Schlimmer noch, mangels eines Kompasses oder irgendeiner anderen Möglichkeit, uns in den Tiefen des Waldes zu orientieren, hatten wir uns alsbald neuerlich verirrt. Ich vermag mir nur wenige Umstände vorzustellen, die für einen Reisenden schrecklicher oder bedrohlicher wären, als im Winterschnee in den Wäldern vom Wege abzukommen. Unglücklicherweise, ob einer Laune des düsteren Schicksals, das uns wie Pech an den Füßen klebte, hatte es den Anschein, als ob wir just im Begriff standen, uns einem dieser * wenigen Umstände * gegenüberzusehen. So geschah es das ich meinen Gefährten während eines sehr starken, und dichten Schneesturms verlor und somit gezwungenermaßen auf mich allein gestellt war den richtigen Weg Richtung Severograd und der Zivilisation zu finden, immer mit der Hoffnung, Ivan eines Tages in einer Kneipe wieder zu sehen um dann gemeinsam weiter zu Reisen … .“