Der Scherbenhaufen

Was soll ich sagen? Ich habe schon lange nicht mehr geschrieben,ich glaube eine Woche bevor Mishka gefallen ist war das letze mal,verdammt ich weiß nichtmal mehr wie lange das her ist..Monate? Wochen? Jahre? Verdammt...


Brummend starrt Boris auf sein Tagebuch und den Stift beides wird erstmal in die Ecke seines Zimmers geworfen ehe er aufsteht zu seinem schrank geht und von dort einen Joint herauszieht und jenen ansteckt. Jetzt greift er sich wieder Buch und nach einer kleinen hilflosen suche auch endlich den Stift unter einem der Etagenbetten,tief zieht er an dem Joint und lehnt sich etwas zurück dotzt seinen Kopf gegen die Wand und schließt kurz die Augen,der Rauch wird langsam ausgelassen ehe er rauchend weiter schreibt.


Ich habe sie gefunden,es hat erst etwas gedauert bis Cancer mich erkannt hat,verwundert mich zu sehen er hat wohl direkt geahnt was Sache ist wenn ich allein von Moskau aus hier runter laufe.Es hat auch nicht lange gedauert bis er es endlich erfahren wollte. Ich habe so lange überlegt wie ich es ihm erkläre,was alles passiert ist. Und was habe ich Idiot gemacht,nur wenig gesagt...Zu vage,ich gehe davon aus das sie mir jetzt die Schuld an all dem geben werden. Wieso habe ich nicht erzählt das die Angreifer Militärbekleidung hatten? Wieso habe ich nicht gesagt das es so viele waren das man sie nicht hätte aufhalten können,das wir umzingelt wurden aus allen Richtungen beschossen wurden. Die wissen jetzt nur das man den Vordereingang gesprengt hat,aber das wir uns um 360° verteidigen mussten,habe ich Spast nicht erzählt warum nicht? Warum fehlten mir so die Worte und die Gedanken? Aus angst vor ihnen oder aus den Konsequenzen die sie jetzt ziehen werden? Nein,ich glaube ich habe einfach nicht richtig nach gedacht. Warum habe ich nicht erzählt das sie meine Frau aus dem Lager gezerrt haben und umgebracht haben? Warum habe ich nur erzählt das meine Tochter tot ist?


Seufzend schließt er dank dieser Gedanken die Augen und kämpft kurz mit der Beherrschung,ungewollt stehen dem ehemaligen Schläger und Draufgänger wie so oft in der letzen Zeit die Tränen in den Augen,heftig blinzelnd nimmt er mehrere Züge vom Joint,woraufhin sich seine Lunge mit einem heftigen Hustenanfall belohnt. Erst nach einigen langen und quälenden Minuten beruhigt sich sein Körper und die Tränen fließen dank des Hustenanfalls seinen Wangen hinab. nach einem erleichterten ausatmen wischt er sich die vergossenen Tränen aus den Augen und beginnt weiter zu schreiben.


Die Bilder werden nie wieder aus meinem Kopf gehen,dieses Gemetzel diese Leute waren keine Menschen,die waren wie Tiere und haben sich über alles her gemacht was sie finden konnten,sie namen uns nicht nur unser Leben sondern auch unsere Waren,alles was nicht Niet und Nagelfest war haben sie mit genommen. Ich werde nochmal mit den beiden reden müssen das alles nochmal klar stellen müssen. Ich glaube sie können sich gar nicht vorstellen wie das alles gelaufen ist,was für ein Chaos das war, die Freaks wurden auch noch durch das ganze Geballer angelockt und haben den restlich übrig gebliebenen auch das letzte Fünkchen leben genommen,es gab so viele verletzte die sich nicht wehren konnten,ich war der einzige der wenigstens noch etwas stehen konnte und bis zu letzt da geblieben ist und das was ich früher Zuhause genannt habe zu verteidigen,bis zur letzen Patrone habe ich gekämpft,bis mein Schwert zerbrochen ist. Erst dann bin ich geflohen,schwer verletzt. Ich wunder mich immer noch das ich es lebend bis zum Safehouse geschafft habe. und da habe ich so lange gewartet,meine Wunden versorgt,und nie ist jemand gekommen. ich bin wahrscheinlich der letzte Überlebende von Mishka.


Buch und Stift werden zur Seite gelegt,langsam beginnt die Bestie wie man ihn früher nannte, seinen Oberkörper zu entkleiden. Der früher Muskulöse und starke riese schaut an sich herunter,seine Muskeln sind nicht mehr so ausgeprägt wie sie einst mal waren nein eher sieht er abgewrackt und abgemagert aus,wohl von den Strapazen der langen Reise. gedankenverloren fährt er sich über die vielen Narben die er seit der zeit der Apokalypse gesammelt hat,die Stichwunden und Schusswunden an Bauch,Brust und Hüfte. er lässt den Kopf hängen und starrt einige Sekunden gedankenverloren auf den Boden,ehe er wieder Buch und Stift greift und noch einmal Kurz einträgt.


Wenn ich mich wieder nützlich machen will,sollte ich anfangen zu Trainieren,die beiden brauchen keinen abgewrackten Tunichtgut sondern den alten Boris von früher,sie brauchen die alte Bestie wieder.

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