Seite 4. 2016

Bühne: Frühjahr 2016 spät in einer kühlen Nacht hat August sich, mit einigen Gefährten die Freiheit erbracht.


Klamm schmollt der Homunculus und winkt in die Nacht. Zornig, doch sanft, hat es bitter gelacht. Als August in die Nacht verschwand. Der Narr suhlt sich berauscht, in Freiheit bis ein Flämmchen, so lauscht.


August mit einem entfernten Blick auf Hadamar gerichtet. Hinter sich noch weitere Gefangene:


"Brenne, Feuer, Züngelzorn. Lohe saust in Woll’ und Dorn. Flammen, Funken, grelle Lichter! Schwaden, Rauch & Grollvernichter! Ahh... schlaft ruhig und ruht im Dunst. Leise Feuer brennt in Brunst. Bevor mich erneut euer Gleichschritt packt und ihr mich im Schlaf einsackt zünd' ich eure Paläste an!"


Der Homunculus ist ganz verbissen. Ein Zündholz hat sich August gerissen. Entfacht es dreist mit bloßer Hand. Der Kerker brennt, er steckt in Brand.


Der Homunculus freudig, hängt im Rauch:


"Flammen flüstern…rot und schwarz. Wolken schmauchen Pech und Harz! Ein Himmel voller Asche! Schwärzt mir einen Saum. So flackert’s laut im Licht, mich hält nichts im Zaum! Ich hauchte meine Seele im ersten Kusse aus! Was ist's, dass ich mich quäle? Mein Antlitz ist ein Graus! Gafft in meinen Kerker, und atmet das Gewölk. So heiß und immer stärker, das Feuer mich erhellt! Brennt, mein Kerker, brennt und rauscht! Flammen züngeln, Feuer saust!"


Den Homunkulus, verkohlt und hässlich, machte das Gezüngel grässlich. Doch der Ekel hat sich aufgerichtet und stolz die kalte Faust geballt. Am liebsten hätte er sich selbst gerichtet, doch das Inferno hat sich ausgezahlt.


2016 März. Ort unbekannt. Früh am Morgen, ein Verlassene Stätte im feuchten Laub, von dessen Boden ein Bedrohlich dichter Nebel sich erhebt.


Jonathan zuerst lei's, dann laut gen dem schlafenden August:


August.... August? AUGUST!?


Die alte Natascha ganz aufgeregt:


"Ich seh' ein Trumm mit Gäulen dran...Eine Klepper fahrt durch diese Geisterbahn! Die Schimmel können gehen, kein Gaul soll stehen! Komm lassen wir die Gäule drehen!"


August aus dem Schlaf gerissen, aufgeregt und aufgedreht:


"HAHA! Lasst mich als erstes ihre Möhren Mähne kraulen! Sein Gras in meinem leeren Maule kauen! Ich reite auf ihm! Doch, nein, ich hutsche nicht allein! Natascha nun...schaukeln wir zu zwei'n!"


Die alte Natascha lachend mit August auf dem Gaul:


"Hopp, mein Gaul, über Stock, über Stein, auch ohne Kopf, mein Gaul! Dieser Wind macht uns böse und flennt, wenn er sich mit dem Hufe verrennt!"


2016, Datum unbekannt. Die Droschke hatte vor wenigen Tagen die Polnische Grenze hinter sich gelassen und befindet sich nun in Richtung Warschau. Denn die Vier hatten einen Plan, so wollten sie nach Chernarus fahr'n.


August in der Droschke ganz fröhlich schaukelt:


"Mit einem purpurroten Karren wollen 4 Russen nach Chernarus fahren. Ganz abgezehrt das Gaulgespann, das munter vor die Karre sprang. Der grimmig alte Vladimir hockt in der Droschke hinter mir. Die Füßchen scheppern laut und rein, der Russe sauft den Deutschen Wein.

Vor mir hockt der Jonathan, er stirbt bald in einer Kegelbahn... und liebte eine Jüdin gar als er noch quietschlebendig war. Daneben sitzt die Natascha, sie war ein alter Brettspielnarr. Sie birgt die Knute in der Hand und spielte Schach im ganzen Land. Ich liebe diese Idioten, da hock ich nun mit all den Narren, die Droschke läuft, ein roter Karren wird heute nach Chernarus fahren."


Vladimir brummt als er die Flasche auf die Straße wirft:


"Drescht das Pferdchen in die Stadt! Drescht den Gaul!"


August flüstert, kichert leise:


"So läuft das Pferdchen in die Polen Stadt, wo jede Leich' ein Plätzchen hat und vor dem runden Marktplatz dann, hält Jonathan die Droschke an."


Die alte Natascha lacht:


"Ja, wir klauen trotz der Toten die Rüben aus dem Pott"


Jonathan der seine Geige aus seinem Koffer zieht:


"Eine Möhre steckt im Russenschlund, das Grünzeug guckt dem trottel aus dem Mund. Dem Rabenvater Theodor spielen wir dann ein Kunststück vor!"


Die alte Natascha:


"Die Droschke rollt zum Eisentor! Macht Platz ihr toten und lasst das Leben vor!"


Doch ein Bleiches Kindchen wirft sich auf dem Klepper. Ein reißen, ein rupfen, so Schlug es das Tier, dem Kopf vom Hals. Die Droschke bricht und gedreht aus der Bahn:


August als die Droschke wie wild geschüttelt wird:


"Der Gaul ist tot?! Ein Kind hängt an ihm! Die Händchen bluten wie das Tier! Herzt das leide Schaukeltier... Blutig zetert es dahin.... Mein Gaul..... mein Schaukelgaul ist hin!"

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