Mein Deutscher Himmel, gebaut aus Galgen.

    Ein Gefühl das mich Tag für Tag beschleicht, während ich damit beschäftigt bin meine Gedanken nach weiteren wilden Träumen zu ordnen.... viele beschreiben dieses Gefühl wie das festsitzen in einem Brunnen. Ein Schornstein mit glatten, feuchten Steinen an denen alle Fingernägel brechen. Dort am Grund sitzt man fest, ohne Leiter oder Seile, mit nichts weiter als seinen Kummer tränen während man darauf hofft das der nächste Regen bald aufzieht um einen aus dem Turm zu spülen.

    Das einzige was dort für Abwechslung sorgt sind die kommenden und gehenden Sonnenstrahlen die durch die obere Öffnung hinein scheinen, nur um einen daran zu erinnern das man das eigentliche Leben gerade verpasst. Ich würde dieses Gefühl eher mit dem festsitzen in einer Kiste beschreiben. Man sieht nichts außer der Höllen tiefen Einsamkeit während die kalten Wände ihr bestes daran tun sich zum zusammen kauern zu zwingen. Nur gewärmt von einem Kerzenlicht, das es nicht einmal ansatzweise vermag die

    Weiterlesen

    Innerhalb der A.E.G.I.S habe ich viele Sachen erlebt. Von traumatischen, grausamen Taten bis hin zu Momenten an den man sich und die Sache hinterfragen musste. Der folgende Bericht aus dem Jahr 2018 gehört zu letzteren.


    "Samuel, wir senden Ihnen heute für unser Volksvermögen, ganz frisch aus der Druckerei eintausend Krankenmeldebögen. Zum erleichtern und entlasten, zu erheben und benennen, un die Gesunden von den Schlechten, von den Schädlingen zu trennen. Damit von Magdeburg nach Burg auch jeder Bunker Kooperiert haben wir uns Juni den zehnten im Kalender rot markiert. Für die Bunker, der Menschheit und das Vaterland, die Reinheit deutscher Sippen, sind die Bögen ausnahmslos mit der Maschine zu betippen. Doch nicht alles aufeinmal, schicken sie es in Teilen, das beschleunigt die Bearbeitung.


    Sollten sie es nicht schaffen alle Kranken rechtzeitig zu erfassen. Halten wir uns das Recht vor sie Samuel, für das Handeln nach eigenem ermessen als Besuch schicken zu lassen. Melden Sie

    Weiterlesen

    Lilith folge nur dem eigenen Füßen auch wenn Zweifel an ihr zehrten. Sie war nie ein Teil einer Herde, der sie sich anschloss, folgte, irrte, damit dass sie gehütet werde. Sie traute nur den eignen Händen, wenn sie ernten, pflügten, säen. Nie senkte sie ihre Lider, auch wenn sie der Anblick blendete. Ihre Blicke erahnten vieles das ich nie erraten mochte.

    An einem Tag als der Nebel sich wie aus Seide auf die Felder legte, anmutig und fürsorglich. Als feuchte Laub voller Silbertropfen funkelte, als wäre es Wolkentau und Sternenstaub. Bis zu diesem Tag lebte ich im Ursprung der Schatten und hielt dort für jemanden wie sie die Wacht. In ihren Händen schlief meine Hoffnung, auf ihren Schultern ruhte meine Welt. Während zu meinen Füßen der Abgrund wollte dass das Glück in ihm zerschellt. Ich trotze an diesen Tag der größten meiner Ängste, für mich stand die Zukunft auf dem Spiel. Da hatte ich für die Schönheit des Lebens zur Ehre ihr endlich einen Antrag gemacht.


    "Ein Leben lang verbarg

    Weiterlesen

    Zitternd, irritiert in nackter angst und dennoch gewillt zu überleben trat ich hinaus aus der Zelle. Alles lag im stillen, kaum das mein Fuß das warme Blut meines Kameraden berührte stand ich im Schwarzen. Ein ewiges stilles Schwarz aus tief sitzender Einsamkeit. Doch wie ein aus der ferne anrückendes Heer nahm ich nach und nach ein Geräusch war.

    Waren das Räder? Gummi das sich durch Asphalt frisst? Plötzlich fand ich mich im Innenraum eines kleinen, gepanzerten Fahrzeugs stehend wieder, eingepfercht zwischen mehr als 100 Soldaten.Der Wagen fuhr mit hoher Geschwindigkeit, das Dröhnen des Motors verursachte mir Kopfschmerzen, der Boden war schmutzig und feucht. In der schwülen Luft schwebte der stechende Geruch von Exkrementen und Schweiß. Ich schaffte es kaum mich zu bewegen, so dicht waren die angst gebadeten Körper der Menschen aneinander gedrängt. Wenn der Wagen rasant in eine Kurve fuhr, und das tat er oft, bogen sich die Leiber der Insassen in die entgegengesetzte

    Weiterlesen

    Müde ließ ich mich auf mein improvisierten Bett fallen, die Zeit in der wir hier waren war kurz doch ist schon so viel passiert. Ob es Berenzino, die Leute aus Komarovo, Die Banditen oder die Schwarzen waren, von den wir zumindest schon mal einen Namen hatten. Ermüdet wie ernüchtert Schloß ich die Augen in der Hoffnung zumindest etwas Schlaf zu finden. Kalter Stein, das war das erste was ich beim erwachen merkte. Dann dauerte es nicht ein, zwei Wimpern Schläge als mir der Geruch von verrotteten Fleisch in die Nase stieg. Schnell wurden aus meinen vier, fünf feuchte Wände. Ich erhob mich mit einer Übelkeit im Magen die es fast schaffte mich zurück auf den Boden zu setzen. Ich orientierte mich, surrenden Neonlampen stachen mir mit ihren grellen Licht in die Augen.

    Durch die sich hoch unter der Decke befindenden, vergitterten und mit Fliegendreck verschmutzen Fenster konnte man sehen, das es außerhalb der Anlage alles dunkel war. Eingesperrt in einer Zelle wusste ich dennoch wo ich

    Weiterlesen

    2009 – Deutschland ist in Aufruhr. Ein bis dahin unbekanntes Virus, bei A.E.G.I.S mittlerweile bekannt als 'Peca-Virus' hat die Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzt. Was nur Wochen zuvor undenkbar war hat Krankenhäuser und Gefängnisse in Schlachthäuser verwandelt. Dort kam es das erste mal zum Kontakt mit den 'Infizierten' – Lebende Tote, welche die Krankheit noch weiter verbreiteten. Innerhalb kürzester Zeit war ein Großteil der Bevölkerung Infiziert oder verstorben. Das vertrauen in Bundeswehr und Polizei war, im Angesicht ihrer Unfähigkeit schwierige Entscheidungen zu treffen und für den Schutz des Bevölkerung zu sorgen, gebrochen.Die Abteilung zur Einschätzung von Gefahrenzonen im Interesse der Staatsgewalt – Kurz A.E.G.I.S – wurde gegründet um das Virus einzudämmen und die Deutsche Bevölkerung in sogenannten 'Notsicherheitszonen' einzuquartieren und so zu schützen. Die Bevölkerung reagierte Positiv auf A.E.G.I.S. Viele schlossen sich der

    Weiterlesen