Aufzeichnungen eines Überlebenden

Gekritzel, Gedanken und Selbstgespräche des ..[unleserlich]

    ..die haben mich übel zugerichtet.. aber ich habe sie alle erwischt! Nicht fliehen, sondern stehend kämpfen!

    ..ich kann kaum laufen, ich werd's vielleicht nicht schaffen..


    ..nur einen Moment ausruhen, meine Glieder kribbeln und sind taub..

    Zu viel Blut, zu viele Wunden.. der Himmel ist schön heute, ich rieche das Gras und höre die Bäume im wind, es ist sehr still..


    Es tut weh, ich spüre die Kratzer und Bisse, aber ich fühle irgendwie.. ..Frieden..


    Es ist als ob ich leicht wäre, leichter als sonst, ohne Gepäck, als ob ich es hinter mir gelassen habe..


    ich denke an meine Familie, was macht mein Bruder jetzt wohl? Es wird ihm schon gut gehen, er ist stark..


    ..die Augen zu machen, nur einen Moment, einen kleinen Moment lang noch, diesen Frieden... dieses warme Licht...

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    ..lange keinen Menschen gesehen, nur die 'normalen' Begegnungen..

    Hab einige Dörfer an der Küste abgeklappert, wenig ausbeute. Streuobstwiese ging, dreiviertel verfault aber ein paar essbare Äpfel in den Magen, der Rest in den Rucksack.


    In ner Hütte war eine nette Axt, wird mir gute Dienste leisten, liegt gut in der Hand, hat Wucht.


    Während der langen Wanderungen spüre ich es immer besonders, ich will einfach nur mit jemandem reden, die letzten Monate waren nur Baumstümpfe, Steine und wenn ich Glück hatte mal ein Reh meine Gesprächspartner, waren nicht sehr gesprächig. Auch die Kopfschmerzen hämmern öfter und schlimmer..

    werde ich langsam Wahnsinnig oder rafft mich bei den ganzen tödlichen Gefahren und Dämonen noch irgend so ein Standard-Erreger dahin, weil keine Apotheke offen hat? Der letzte Stein wusste das auch nicht..


    Was? Keine Zeit mehr, ich höre jemand rufen, oder doch nicht? Doch! Da ruft jemand!

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